» Daedalus. L’homme qui a perdu son fils «

BRONZEN

Description

» Daedalus. L’homme qui a perdu son fils«, Bronze, 18 x 7 cm, Auflage 5

 

Daedalus und Ikarus

Ich habe sie geschaffen, Sohn, die trägen Flügel,
mein Kind, du schönes Kind – ach, hätte ich gewusst,
dass von der Vögel leichter Kunst das schwere Siegel
ich lösen würde: mir zum Leid, doch dir zur Lust!

Die Götter dachten nicht, es sollte uns geziemen,
dass ihre Nähe wir erwarben: Labyrinth
musst uns die Erde sein! Doch ich erzwang mit Riemen,
mit Wachs, geraubten Federn, was uns Flügel sind.

So fliege denn, mein Kind, steig auf zu dem der Götter,
den du vor allen liebst: Nenn` Sonne ihn, nicht Tod!
Du fliegst – was heißt mein Leid? Es nimmt dir dein Erretter
die Riemen, Federn, Wachs, und nimmt dir alle Not.

Eske Bockelmann

 

 

weitere BRONZEN