Kunsthalle LOTHRINGER 13

ART // KUNST, EXHIBITIONS // AUSSTELLUNGEN, INSTALLATION

Description

 

» Toujours l’Amour «, Installation in der Gemeinschaftsausstellung zu OBACHT! kultur im quartier, in der Kunsthalle LOTHRINGER 13, 2013

 


  • Aus der Einladung zur Ausstellung

    … besonders erwähnenswert sind außerdem drei Tafelaufsätze mit Prunkgeschirr, die alle 2012/2013 entstanden sind. Einer von ihnen steht als Tischinstallation in der Ausstellung in der Lothringer Kunsthalle, die drei anderen im Herbergenhof in der Atelierwerkstatt. „Amor und Psyche“, das tragische Liebespaar, das Apuleius im Goldenen Esel besingt, „Toujours l’ Amour“, ein bizarrer Tisch mit einer tiefschwarz schillernden Echse, die den Tisch vor den Gästen zu bewachen scheint, und „Denn Eros, den üppigen will ich besingen“, ein liebestrunkener, höchst aufgeregter Faun, der eine splitternackte, rubenesk-thronende Nymphe anbetet, umgeben von Weintrauben und Kerzenlicht. „Tafelaufsätz wurden im 17. Jahrhundert in Frankreich erfunden. Die sehr aufwändigen Arbeiten wurden oft zu einem bestimmten Anlass erschaffen. Ihre Herstellung erforderte hohes handwerkliches und künstlerisches Geschick. In der Regel aus Silber, Bronze oder Porzellan und Steingut gefertigt, stellten sie historische oder romantische Szenen dar, auch phantastische und tropische Tiere waren als Sujet sehr beliebt. Auf hochragenden Aufbauten am ganzen Tisch gut sichtbar, sollten sie die Tischgesellschaft erfreuen und zur Konversation anregen. Im Jugendstil um 1900 wurde der monumentale Tafelaufsatz von der Jardinière abgelöst, einem länglich gestreckten Gefäß, häufig auf Füßen, auf das Blumen und Obst dekoriert werden konnte.“

 

 

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[5,22,2]

Doch als sich im Schein des Lichts

das Geheimnis des Lagers erhellt,

sieht Psyche das Tier, das von allen

zahmste und zärtlichste Tier,

eben jenen Cupido, den reizenden Gott

in reizendem Schlaf.

Bei seinem Anblick erheiterte sich sogar

das Licht der Laterne . . .

[5,22,5]

An den Schultern des geflügelten Gottes

funkeln mit schimmernder Blüte betaute

Federn, und obgleich die Flügel ruhen,

treiben die äußersten zarten

und reizenden Federchen in zitterndem

Tanz ihr unruhiges Spiel.

Apuleius

 

 

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